Gute digitale Arbeit in der Sparkasse

Projektträger: Bildungswerk der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in Niedersachsen e.V.
Einbezogene Sozialpartner:
- ver.di
- Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände
Mit der Ausgestaltung des „neuen Normal“ sind in der Sparkasse große Anforderungen an die Personal- und Organisationsentwicklung verbunden – neue Modelle der Zusammenarbeit, digitale Tools und Programme wie die Omnikanal-Vertriebsstruktur müssen entwickelt, erprobt und etabliert werden.
Dabei treffen neue Arbeitsmethoden, eine Flexibilisierung der Arbeitsorte, veränderte Kundenwünsche und ein hoher Veränderungsdruck durch neue Player wie FinTechs auf unterschiedliche Generation.
Damit dieser dynamische Kulturwandel für alle zufriedenstellend gelingen kann, müssen alle Mitarbeiter*innen in diesem Prozess genau dort mitgenommen werden, wo sie stehen, und die Themen miteinander abgestimmt, auf allen Ebenen getragen werden und ineinandergreifen.
Das Projekt „gute digitale Arbeit in der Sparkasse“ hatte die moderne, ausgewogene und gesundheitsförderliche Gestaltung der Arbeit im Rahmen der digitalen Transformation zum Ziel. Die Potenziale der Flexibilisierungsmöglichkeiten sollten dabei ebenso wie die vielschichtigen Aspekte der Gesundheit und der Mitarbeiter*innengewinnung/-bindung berücksichtigt werden.
Insgesamt ging es darum, dass sich gute Arbeit im Sinne der Beschäftigten wie der Kunden auch im „neuen Normal“ messen lassen musste.
Themenfelder waren:
- Mobile Arbeit gestalten
- Digitale Arbeitsorganisation
- Neue Kundenanforderungen
- Gute digitale Arbeit in der Personalentwicklung und Weiterbildung
- Neue Kompetenzen für Führungskräfte
- Kulturveränderungen in der Sparkassenwelt
- Digitale Skills
- Veränderungsbereitschaft und -prozesse
- Betriebliches Gesundheitsmanagement in digitalen Zeiten
- Potenziale der digitalen Transformation für Gleichstellung und Chancengerechtigkeit nutzen
- Nachhaltigkeitsaspekte des digitalen Wandels
Erkenntnisse:
Formatserien, bestehend aus kurzen Onlinebausteinen, die sich in den Arbeitsalltag integrieren lassen, mit intermediären Transferaufgaben für den eigenen Arbeitsalltag haben sich als besonders nachhaltig erwiesen. Klassische Präsenzworkshops bleiben ein wichtiges Element der Weitebildungsangebote.
Learnings:
Eine frühzeitige und konkrete Planung ist entscheidend, da viele Ebenen involviert werden müssen. Zusätzlich gilt es offenzubleiben und den Bedarf sowie die Erwartungen der unterschiedlichen Zielgruppen immer wieder in den Blick zu nehmen, damit Angebote angenommen werden und nachhaltig wirken.
Ergebnisse:
Ein flexibler und lösungsorientierter Umgang mit Veränderungen wurde entwickelt und durch das systematische Erproben, Anpassen und Weiterentwickeln neuer Ansätze nachhaltig gestärkt. Die Zufriedenheit mit den Weiterbildungsangeboten wurde deutlich gesteigert.
Transfer:
Ein „Digitaler Knigge“ wurde entwickelt, der als praxisorientierte Orientierungshilfe für die Zusammenarbeit der Mitarbeitenden in digitalen/hybriden Kontexten dient. Das neu erarbeitete Lernkonzept „Loop Learning“ basiert auf agilen Methoden und stellt interaktive Lernprozesse in den Mittelpunkt.