GastroExpert
Projektträger: Fortbildungsakademie der Wirtschaft gGmbH Lübeck
Teilvorhabenpartner:
- Fortbildungsakademie der Wirtschaft gGmbH Berlin
- Hofgut Himmelreich gGmbH
Einbezogene Sozialpartner:
- Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)
GastroExpert entwickelt innovative, sozialpartnerschaftlich abgestimmte Ansätze zur Förderung von Inklusion, Weiterbildung und Gleichstellung in der Gastronomie. Ausgangspunkt sind Fachkräftemangel, hohe Fluktuation und der geringe Anteil von Menschen mit Behinderungen in regulären Betrieben sowie fehlende Erfahrung vieler Unternehmen im Umgang mit Inklusion. Der Unterstützungsbedarf ist entsprechend hoch.
Kern des Projekts sind die Expertentisch‑Runden, ein mehrstufiges Peer‑Learning‑Format.
In Stufe 1 werden Erfahrungen aus Inklusionsbetrieben gesammelt und systematisch ausgewertet.
In Stufe 2 werden weitere Gastronomiebetriebe aktiviert und in moderierten Austauschformaten zu Herausforderungen, Lösungswegen und ersten Umsetzungsschritten begleitet.
In Stufe 3 werden Sozialpartner und Institutionen eingebunden, um Mustervereinbarungen, strukturelle Rahmenbedingungen und gemeinsam tragfähige Standards zu entwickeln.
In Stufe 4 werden die Ergebnisse für KMU allgemein aufbereitet und übertragbar gemacht.
Die Expertentische bilden das fachliche Fundament des Projekts: Sie bündeln Wissen, identifizieren Bedarfe und erzeugen konkrete, praxistaugliche Impulse für die Betriebe.
Darauf aufbauend entwickelt das Projekt Qualifizierungs‑ und Sensibilisierungsangebote wie Leitfäden, Checklisten, digitale Lernmodule sowie Schulungen zu inklusivem Führen, barrierefreier Kommunikation und relevanten rechtlichen Grundlagen. Beratungsinstitutionen wie DRV, EAA und Integrationsämter unterstützen Betriebe bei individuellen Fragen, Förderoptionen und praktischen Schritten der Umsetzung.
Durch diese Verbindung aus Analyse, Expertentisch‑Erkenntnissen, Qualifizierung und Beratung schafft GastroExpert eine tragfähige Basis, um Inklusion in der Gastronomie und perspektivisch weiteren Branchen strukturell zu verankern und die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen nachhaltig zu erhöhen.