F.I.T. Fusion-Integration-Transformation Gemeinsam stark: Mensch-Krankenhaus-Zukunft
Projektträger: Business Academy Marburg GmbH
Einbezogene Sozialpartner:
- Betriebsrat Hessenklinik Stadtkrankenhaus Korbach gGmbH
- Betriebsrat Kreiskrankenhaus Frankenberg gGmbH
- Kommunaler Arbeitgeberverband Hessen e. V.
- Marburger Bund – Landesverband Hessen e. V.
- ver.di Landesbezirk Hessen
Die Fusion der Hessenklinik Stadtkrankenhaus Korbach gGmbH und der Kreiskrankenhaus Frankenberg gGmbH im Rahmen der Krankenhausreform stellt eine komplexe personelle und strukturelle Aufgabe dar. Unterschiedliche Kulturen, Prozesse und Erwartungen müssen harmonisiert werden, um Versorgung, Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Region Waldeck-Frankenberg zu sichern.
Zentrale Herausforderungen der Fusion bestehen in der Sicherung qualifizierter Fach- und Führungskräfte, der Förderung interdisziplinärer Zusammenarbeit unter den Mitarbeitenden sowie in der Integration kultureller und generationsübergreifender Vielfalt. Nachhaltige Personalentwicklung und eine partizipative Führungskultur sind dabei essenziell, um Mitarbeitende gezielt zu fördern und eine gemeinsame Unternehmenskultur zu schaffen. Der zentraler Schwerpunkt des Projektes liegt auf der individuellen Ebene der Mitarbeitenden an den Standorten Korbach und Frankenberg und fokussiert eine nachhaltige Personal- und Organisationsentwicklung im Rahmen der Krankenhausreform. Im Zuge der Fusion der beiden Krankenhäuser entstehen aus zwei Belegschaften ein gemeinsames Team, das zukünftig standortübergreifend zusammenarbeitet. Um eine aktive Mitgestaltung und umfassende Einbindung aller Beschäftigten sicherzustellen, kommt der Förderung von Weiterbildung, Gleichstellung und Organisationsentwicklung eine zentrale Bedeutung zu. Dies wird zudem durch eine enge sozialpartnerschaftliche Begleitung auf allen Ebenen unterstützt.
Das Modellvorhaben ist hierarchieübergreifend und umfasst alle Berufsgruppen der Standorte der Hessenklinik Stadtkrankenhaus Korbach und des Kreiskrankenhauses Frankenberg – darunter patientennahe Bereiche wie Medizin, Pflege, sowie Verwaltung, Funktionsdienste und tertiäre Bereiche. Besonders berücksichtigt werden Mitarbeitende mit interkulturellen Hintergründen, um die Harmonisierung einer Unternehmenskultur zu fördern. Ziel ist dabei die nachhaltige Personal- und Organisationsentwicklung sowie die Teilhabe und Mitgestaltung aller Mitarbeiten-den am Projekt.
Durch agile, partizipative Ansätze sollen resiliente Organisationen entstehen, die eine hoch-wertige, patientenzentrierte Versorgung und langfristige Mitarbeiterbindung gewährleisten. Da-bei orientieren wir uns am Shu-Ha-Ri-Zyklus, der uns hilft, in drei Phasen gemeinsam Veränderungen zu tragen und die Versorgung in der Region langfristig zu sichern:
• Phase 1 („Shu“): Agile Prinzipien werden unter der Federführung von 12 Projektlots:innen eingeführt und erste Veränderungen werden umgesetzt.
•Phase 2 („Ha“): Die eingeführten agilen Prinzipien werden durch Testen und Experimentie-ren gezielt optimiert.
•Phase 3 („Ri“): Bewährte agile Prinzipien werden in die Krankenhausorganisation übertra-gen und von da an angewandt.
Die gewonnenen Erkenntnisse der Zyklen werden im Projektverlauf systematisch erfasst und nach Abstimmung mit den Sozialpartnern in die fortlaufende Entwicklung der Projektnehmer sowie dem Gesundheitssektor eingebracht. Der begleitende Transformationsprozess gewährleistet eine dauerhafte, resiliente Krankenhausstruktur, die langfristig gesichert ist und individuelle Förderstrategien berücksichtigt. Im Mittelpunkt steht die nachhaltige Stärkung der Resilizenz aller Mitarbeitenden an beiden Standorten und die Kulturen beider Krankenhäuser konstruktiv miteinander zu verbinden.
Nach Projektabschluss soll das Modellvorhabens als Blaupause für andere Krankenhäuser im deutschen Gesundheitswesen dienen.